Schlossberg Resort – Leuchtturmprojekt mit überregionaler Ausstrahlung

Auf dem Areal der ehemaligen Schlossbergklinik soll ein gehobenes Hotel (4 Sterne Superior bis 5 Sterne) mit insgesamt 160 Zimmern sowie Restaurants und Wellnessbereich entstehen. Das Hotel soll als anspruchsvoller, eleganter und unverwechselbarer Beitrag einen Maßstab für zurückhaltenden Luxus und qualitativ hochwertige Erholung in der Oberstaufener Hotelarchitektur setzen.

Aufgrund der ortsprägenden und landschaftsbildenden Lage des Gebäudes haben sich die Geiger Projektentwicklung als Bauherr und der Markt Oberstaufen auf ein architekturwettbewerbsähnliches Auswahlverfahren verständigt. Der Siegerentwurf wird dann die Grundlage für die notwendige Änderung des Bebauungsplans bilden.

Historie

Der Schlossberg war zwischen dem Ende des 13. Jahrhunderts und dem Jahre 1806 mit der Burg Staufen bebaut. Nach deren Abbruch wurde ein schlossähnliches Gebäude errichtet. Im Jahr 1885 wurde zusätzlich eine Schlossbierhalle gebaut, die zur attraktivsten Fest- und Theaterbühne von Staufen wurde. 1918 wurde die Brauerei aufgegeben. Im Zweiten Weltkrieg war das Luftwaffenkommando 3 München, bis zur Besetzung Oberstaufens durch die Franzosen 1945, auf dem Gebiet stationiert.

Im Jahr 1956 wurden alle Bauten abgerissen. 1965 wurde ein Kurhotel in Betrieb genommen, welches 1969 in die Schlossbergklinik Oberstaufen umgewandelt wurde.

 

Das Baufeld der ehemaligen Schlossbergklinik und des zukünftigen Schlossbergresorts umfasst eine ebene Fläche von ca. 10.000 m². Die Schlossbergklinik wurde im Zeitraum von Sep. 2020 bis Apr. 2021 bereits abgebrochen. Dies geschah in enger Abstimmung mit den Anliegern und unter Verwendung einer eigenen Baustraße, die auch während der zukünftigen Bauphase die Berg- und Schloßstraße entsprechend entlasten wird.

   

Allgäuer Anzeigeblatt Dezember 2019 | Große Zustimmung zu Hotel-Plänen
Kreisbote Juni 2020 | Geiger spendet Ausstattung der ehemaligen Schlossberg-Klinik
Allgäuer Anzeigeblatt November 2020 | Die Bagger rollen früher als geplant
All-in November 2020 | Vier- oder Fünfsterne Hotel: Abrissarbeiten an der ehemaligen Schlossbergklinik in Oberstaufen
Allgäuer Anzeigeblatt April 2021 | Wo in Oberstaufen eine neue Zufahrt zur B 308 entstanden ist

 

 

Bebauungsplanverfahren

Aktuell besteht auf dem Gelände ein Baurecht für ein Sondergebiet (SO) Klinik. Dieses soll in enger Abstimmung mit dem Markt Oberstaufen so geändert werden, dass wieder eine Hotelnutzung ermöglicht wird.

12.12.2019: Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Schlossberg Resort“ durch den Gemeinderat des Marktes Oberstaufen

  • Dieser sieht ein Hotel mit bis zu 160 Zimmer, Restaurants, einem Wellness-Bereich und eine Tiefgarage mit rund 200 Stellplätzen vor.
  • In einem architekturwettbewerbsähnlichen Verfahren sollen dazu dem Bauherrn und dem Markt Oberstaufen mindestens fünf Entwürfe unterschiedlicher Architekten vorgestellt werden.

Das Verfahren wird von einen Gestaltungsbeirat geleitet bzw. unterstützt, der hochkarätig besetzt ist:

  • Prof. Roland Gnaiger, Architekt - emeritierter Universitätsprofessor (Beiratsvorsitz)
  • Otto Kurz, Architekt und Stadtplaner - etablierter Berater der Gemeinde
  • Tim von Winning, Architekt - Baubürgermeister der Stadt Ulm

Bereits seit Beginn der Planungen gehen wir in einem sehr transparenten Verfahren vor.
10.03.2022: „Schulterblick“ – Erste Vorstellung der Entwürfe im Gestaltungsbeirat
07.04.2022: Erste Vorstellung der Entwürfe im Gemeinderat in öffentlicher Sitzung
26.04.2022: „Bürgerinformation“ – Öffentliche Präsentation und Erläuterung der Entwürfe durch den Gestaltungsbeirat
30.06.2022: Auswahl der weiter zu bearbeitenden Entwurfsvarianten im Gemeinderat in öffentlicher Sitzung
Sep./Okt. 2022: Öffentliche Präsentation der überarbeiteten Entwurfsvarianten und Entscheidung durch den Gemeinderat

Auf dieser Basis wird anschließend der Bebauungsplanprozess fortgesetzt, in den auch alle Träger öffentlicher Belange einbezogen werden, und an dessen Ende mit dem Satzungsbeschluss durch den Gemeinderat ein entsprechender vorhabenbezogener Bebauungsplan stehen wird.

 

Entwurfsvarianten

 

Variante „Schloss“

 

Die ursprüngliche Gebäudeordnung mit Herrschaftsgebäude, Langbau und Vogtei ist auch in der Neuinterpretation des Schlosses ersichtlich. Auch hier zeigen sich in der Gebäudesilhouette die drei historischen Gebäudetypen. Die Dachlandschaft des ehemaligen Schlosses war prägend. Im neuen Entwurf werden mit unterschiedlichen Dachneigungen und Ausrichtungen die Baukörper geformt. Der Innenhof öffnet sich Richtung Süden und zeigt unverstellt den Blick auf die Nagelfluhkette. Somit entsteht ein lichtdurchfluteter Schlossgarten der als Gastgeber seine Besucher einlädt.

Herleitung:

Pläne:
Schnitt
Plan Erdgeschoss
Plan Obergeschoss 3
Plan Untergeschoss 2

Stellungnahme Gestaltungsbeirat
Die Variante „Schloss“ punktet mit dem Blick der zwischen den Gebäudeteilen auf die Landschaft freigegeben wird. Die halbrunde Anordnung ahmt eine Geste des Empfangens nach.

 

Variante „Modul“

 

Der Entwurf nimmt die Tradition des Holzbaus auf. Dabei ist der flache Baukörper als kompletter Holzbau geplant, während der Turm aus Gründen des Brandschutzes in Hybridbauweise erstellt werden soll. Der Turm am östlichen, exponierten Grundstücksbereich unterstreicht, im Bezug auf die Bedeutung der Bauaufgabe, außerdem das landschaftsprägende Alleinstellungsmerkmal.

Herleitung:

 

Pläne
Schnitt
Plan Erdgeschoss
Plan 1. Obergeschoss
Plan 2. Untergeschoss

Stellungnahme Gestaltungsbeirat
Die Variante „Modul“ liegt elegant auf dem Höhenrücken und geht rücksichtsvoll mit dem Gelände um. Der längliche Gebäudeteil ist dabei sogar schmaler und niedriger als die alte Schlossbergklinik.

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